Mit Wasserstoff mobil – „Welche Rolle kann Wasserstoff (H2) bei der zukünftigen Mobilität spielen, wie sehen die konkreten Fortschritte des durch IPCEI geförderten NM20-Brennstoffzellenstacks aus und was sind aktuelle Trends in der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie?“ Über diese und weitere Themen tauschten sich Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Baden-Württembergs Umwelt- und Energieministerin Thekla Walker während ihres Besuchs mit dem Team der EKPO Fuel Cell Technologies GmbH aus.
Dettingen/Erms, 19. Februar 2026 +++ Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Baden-Württembergs-Umwelt- und Energieministerin Thekla Walker haben heute den Hauptsitz der EKPO Fuel Cell Technologies GmbH (EKPO) in Dettingen/Erms besucht. Dabei besichtigten sie mit der EKPO-Geschäftsführung Dr. Stefan Dwenger und Mark Passolt sowie dem EKPO-Aufsichtsratsvorsitzenden und Vorstandsvorsitzenden der ElringKlinger AG, Thomas Jessulat die Entwicklung und Produktion von Brennstoffzellenstacks und -komponenten am Unternehmenshauptsitz. Im Mittelpunkt stand das leistungsstarke Brennstoffzellenstackmodul NM20 für Anwendungen mit hohen Leistungsbedarfen. Die Entwicklung und Kommerzialisierung des NM20 wird im Rahmen des IPCEI*-Wasserstoff-Programms „Hy2Tech“ durch das Bundesministerium für Verkehr sowie das Landesumweltministerium Baden-Württemberg bis einschließlich 2027 mit bis zu 177 Mio. EUR gefördert.
„Wasserstoff ist ein strategischer Baustein für einen klimaneutralen und wettbewerbsfähigen Schwerlastverkehr. Technisch, wirtschaftlich und geopolitisch bietet er große Chancen. Brennstoffzellenantriebe sind daher eine sinnvolle Ergänzung im Straßengüterverkehr. Das Engagement von EKPO bei der Entwicklung leistungsfähiger Brennstoffzellentechnologie zeigt, wie Innovationskraft ‚Made in Germany‘ zur Transformation unserer Mobilität beiträgt. Dieses Engagement unterstützen wir nachdrücklich.“,sagte Bundesverkehrsminister Schnieder in Dettingen/ Erms.
„Wasserstofftechnologien sind unverzichtbar, um die Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen, vor allem mit Blick auf einen klimaneutralen Schwerlastverkehr. Das Vorhaben ‚NextGen HD Stack‘ spielt eine bedeutende Rolle für die Entwicklung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie im Südwesten. Als Land unterstützen wir dieses Leuchtturmprojekt, weil es einen wichtigen Beitrag leistet zum Klimaschutz, zur Energiewende und zur Wettbewerbsfähigkeit Baden-Württembergs“,so Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg Walker.
Dr. Stefan Dwenger, CCO der EKPO Fuel Cell Technologies GmbH ergänzt im Rahmen des Rundgangs: „Die Welt und ihre Strukturen wandeln sich rasant. Wasserstoff ist ein Energieträger mit Zukunft und hat das Potenzial, künftig eine bedeutende Rolle im modernen Mobilitäts- und Industriesektor zu spielen. Dafür ist der schnelle Aufbau einer umfassenden Wasserstoff-Infrastruktur und wettbewerbsfähiger Rahmenbedingungen für die Wasserstofferzeugung essenziell. Wir freuen uns deshalb über das Interesse von Bundesverkehrsminister Schnieder und Umweltministerin Walker an EKPO und danken dem Bund und Land gleichzeitig für die Unterstützung im Rahmen der IPCEI-Förderung. Wir bei EKPO machen Brennstoffzellentechnologie heute schon wettbewerbsfähig, um so die CO2-neutrale Mobilität und Energieversorgung weiter voranzutreiben – egal ob auf der Straße und Schiene, zu Wasser und in der Luft oder auch bei stationären Anwendungen.“
EKPO bringt Wasserstofftechnologie in die Anwendung
Auf 6500 Quadratmetern verteilt, stehen am Hauptsitz in Dettingen zahlreiche hochautomatisierte Fertigungsanlagen, die für die industrielle Serienfertigung der EKPO-Brennstoffzellenstacks und -Bipolarplatten zum Einsatz kommen. Mit Hilfe des Produktportfolios von EKPO gelingt der Aufbau einer leistungsstarken und klimaneutralen Energieinfrastruktur, sowohl mobil als auch im stationären Bereich. Die vier modularen Stackplattformen NM5-evo, NM12-single, NM12-twin und NM20 decken den Leistungsbereich von 16 bis 400 kW ab. Dabei findet der NM5-Stack beispielsweise Anwendung in Gabelstaplern oder stationären Energieversorgungseinrichtungen. Der NM12-Stack bietet mit seinen Eigenschaften und der nachgewiesenen Haltbarkeit in Brennstoffzellen-Fahrzeugen maximale Performance und Effizienz. Mit bis zu 400 kW ist das Stackmodul NM20 das leistungsstärkste von EKPO. Eine hohe Effizienz, geringere Wasserstoffverbräuche, höhere mögliche Betriebstemperaturen, Recyclingfähigkeit sowie eine lange Lebensdauer sind Kernmerkmale des Stacks, wodurch dieser für den Einsatz im Nutzfahrzeugbereich, aber auch in Bussen sowie in maritimen Applikationen, auf der Schiene oder in stationären Aggregaten prädestiniert ist.
Dr. Stefan Dwenger, Chief Commercial Officer der EKPO, erklärt: „Wasserstofflösungen für eine nachhaltige Zukunft voranzutreiben, das ist unser Antrieb bei EKPO. Wir freuen uns, über die erfolgreiche Entwicklung unseres NM20-Stackmodul, welche durch die IPCEI Förderung maßgeblich unterstützt wird. Der NM20 ist mit 400 kW der leistungsstärkste der EKPO-Stack-Familie und unser nächster Schritt in Richtung CO2-neutrale Mobilität. Die gesteigerte Effizienz des NM20-Stacks hat sich bereits in verschiedenen Kundenprojekten wie beispielsweise in Trucks oder Flugzeugantrieben bewiesen.“
EKPO schlägt als Full-Service-Supplier die Brücke zwischen Wasserstofferzeugung und der Nutzung
Mit der Entwicklung von Komponenten wie der metallischen Bipolarplatte ist EKPO einen weiteren Schritt gegangen, um Kunden in der Mobilität und in stationären Fragestellungen wie auch in der vorgelagerten Wertschöpfungskette von Wasserstoff bedienen zu können. Auf Basis der langjährigen Erfahrung im Brennstoffzellenbereich von mehr als 20 Jahren sowie der in-house vorhandenen Werkzeugtechnologie kann EKPO die Entwicklung und kostengünstige Herstellung von Bipolarplatten ermöglichen. Bipolarplatten von EKPO werden beispielsweise auch in Hochleistungselektrolyseuren eingesetzt, die nach dem Prinzip der PEM-Elektrolyse arbeiten und so grünen Wasserstoff erzeugen.
* IPCEI-Programme umfassen strategische Förderprojekte auf europäischer Ebene, durch die in zentralen zukunftsrelevanten Wirtschaftssektoren eine eigene europäische Wertschöpfungskette aufgebaut werden soll. Die Wasserstoffindustrie wurde als ein solcher zentraler Sektor identifiziert; die Wasserstoffmobilität ist Teil davon.









